KDFB

KDFB-Neujahrsempfang: Kirche lebt nur mit Frauen

Die KDFB Berlin- Vorsitzende Prof. Barbara John (l.) begrüßte Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth (r.) beim Berliner Neujahrsempfang.
Rund 70 Gäste waren ins Haus Helene Weber gekommen.

Welche Herausforderungen und Höhepunkte bringt das neue Jahr für den KDFB als Gesamtverband und für den Berliner DV? Neben den Schwerpunkten der „bewegen!“-Kampagne Lohngerechtigkeit und Verantwortung griff KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth als Rednerin vor rund 70 Gästen beim Neujahrsempfang des Berliner DV auch die Meilensteine Glaube und Frauenweihe auf – passenderweise einen Tag vor der ersten Versammlung des Synodalen Wegs.

„Wir erwarten am Ende des Prozesses konkrete Schritte wie zum Beispiel die Ermöglichung von Predigten durch Frauen in der Eucharistiefeier, Schritte zur sakramentalen Diakoninnenweihe und zum generellen Stimmrecht für Frauen in den Synoden“, machte Flachbarth klar. Sie wolle eine gleichberechtigte, geschwisterliche Kirche, „weil wir Frauen Ebenbild Gottes sind – so wie Männer auch. Wir Frauen sind Kirche.“

Die KDFB Berlin-Vorsitzende Prof. Barbara John ermutigte: „Wogegen wir kämpfen müssen, ist die systematische Ausgrenzung von Frauen in der Kirche.“ Nur kosequent, dass der KDFB vor diesem Hintergrund auch in 2020 die Initiative Maria 2.0 weiter unterstützen wird und am Tag der Diakonin mit der Theologin Jacqueline Straub einen Gesprächsabend zur Frauenweihe organisiert. Flachsbarth rief die Zuhörerinnen auf, zuversichtlich zu sein, Missstände zu benennen und etwas zu wagen, auch wenn „wir bisweilen gegen Wände rennen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Unser Verband kann viel bewegen. Es braucht Durchhaltevermögen, manchmal sogar Sturheit.“