KDFB

Maria 2.0 hängt Thesen für eine lebendige Kirche an Dom- und Kirchentüren

Die sieben Thesen wurden von den Aktivistinnen an das Portal von St. Joseph gehängt.
Das Aktionsbündnis Maria 2.0 Berlin mit katholischen Frauen und Vertreterinnen von Evas Arche e.V., kfd Berlin und KDFB Berlin.

Berlin, 18.02.2021 – Mit dem Thesenanschlag 2.0 an Dom- und Kirchentüren im gesamten Bundesgebiet weist die Bewegung Maria 2.0 auf die eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und fordert erneut Reformen hin zu einer geschlechtergerechten Kirche. Auch das Aktionsbündnis „Maria 2.0 Berlin“ hat sich beteiligt und die Thesen am 20. Februar an der Kirche St. Joseph in Berlin-Wedding aufgehängt.

Am Wochenende vor der digitalen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (23.–25.02.2021) hat sich Maria 2.0 erneut an die Öffentlichkeit gewandt. In sieben Thesen wird eine geschlechtergerechte Kirche, in der alle Menschen Zugang zu allen Ämtern haben, sowie die Aufklärung, Verfolgung und Ursachenbekämpfung von sexualisierter Gewalt angemahnt. Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats. Dass Luther seine Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt haben soll, ist vermutlich eine Legende. Seine Thesen haben aber etwas Großes in Bewegung gesetzt. Das wollen auch die Mitstreiter*innen von Maria 2.0. Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz ihren Reformwillen endlich durch Taten bezeugt.

Die sieben Thesen von Maria 2.0 (PDF-Dokument)

Bericht im ARTE Journal über den Thesenanschlag in Berlin (Link zur ARTE-Mediathek)

Das Aktionsbündnis „Maria 2.0 Berlin“ ist Teil der bundesweiten Graswurzelbewegung Maria 2.0. Es wurde 2019 von katholischen Frauen, Evas Arche e.V., kfd Berlin und KDFB Berlin gegründet. Das Bündnis tritt für umfassende Reformen im Erzbistum Berlin und in der Weltkirche ein.