KDFB

Maria 2.0 // In Berlin am Donnerstag, 16. Mai um 18.00 Uhr auf dem Bebelplatz

Maria 2.0 in Berlin - mehr Infos hier.

Der Katholische Deutsche Frauenbund begrüßt ausdrücklich Initiativen wie Maria 2.0, die sich für Reformen in der Kirche einsetzen. „Wir unterstützen alle KDFB-Frauen, die sich mit verschiedenen Veranstaltungen an der Aktion beteiligen und vom 11.- 18.05.2019 in einen „Kirchenstreik“ treten. Sie unterstreichen damit ihr Engagement für eine geschwisterliche Kirche, in der Frauen und Männer, Priester und Laien, gleichberechtigt sind“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth.  

Entschieden weist Flachsbarth die Unterstellung zurück, der KDFB instrumentalisiere den sexuellen Missbrauch durch Priester, um das Frauenpriestertum durchzusetzen. „Es wird leider nicht verstanden, worum es geht: um die tiefe Krise der katholischen Kirche, um den extremen Glaubwürdigkeitsverlust, hervorgerufen von Priestern, die Täter und Vertuscher von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch sind, und um die mangelnde Wertschätzung und Diskriminierung von Frauen in der Kirche“, stellt Maria Flachsbarth fest.

„Frauen sind nicht Christen 2. Klasse"

Laut Flachsbarth geht es bei Maria 2.0 nicht um den Boykott von Gottesdiensten, um etwas zu erzwingen. „Es geht dem KDFB und den vielen Frauen, die sich mit verschiedenen Veranstaltungen beteiligen, um etwas ganz anderes: wir zeigen, wie viel uns Evangelium und Kirche bedeuten. Uns liegt eine zukunftsfähige und geschwisterliche Kirche am Herzen, in der Frauen und Männer als Getaufte und Gefirmte in gleicher Weise Verantwortung übernehmen und gleichberechtigt sind“, so die KDFB-Präsidentin.

„Frauen sind nicht Christen 2. Klasse, die ausschließlich eine dienende Rolle einnehmen. Glücklicherweise sind die Zeiten, in denen Männer meinten, Frauen vorschreiben zu müssen, was sie zu denken, zu beten, zu glauben, zu sagen haben, vorbei. Frauen stehen auf für Veränderung, sie wollen etwas bewegen“, erklärt Maria Flachsbarth. Der KDFB fordert deshalb die Verantwortlichen in der Kirche auf, mutige Schritte zur Veränderung bestehender Strukturen zu gehen und gemeinsam mit Frauen Konzepte für eine geschwisterliche Kirche zu entwickeln, die dem Amt und der Gemeinschaft der Glaubenden in all ihrer Vielfalt dient und gut tut.

Ein Interview im DLF dazu finden Sie hier.