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Demokratie braucht Haltung – Aufstehen für unsere Freiheit

25.03.2026

24.03.2026 // Pressemitteilung KDFB Bundesverband

Demokratie braucht Haltung – Aufstehen für unsere Freiheit

Köln, 24.03.2026 – Der Bundesausschuss des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) hat am vergangenen Wochenende einstimmig den Beschluss „Demokratie braucht Haltung – Aufstehen für unsere Freiheit“ verabschiedet. Mit diesem Beschluss bestärkt der Verband seine Mitglieder darin, Haltung zu zeigen und sich aktiv für eine demokratische Kultur einzusetzen.

KDFB-Präsidentin Anja Karliczek erklärt: „Als Christinnen, als Teil der internationalen Frauenbewegung und als Nachfolgerinnen der ‚Mütter des Grundgesetzes‘ treten wir für Demokratie, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität ein. Als KDFB-Mitglieder stehen wir gemeinsam in einem starken Verbund, der Haltung zeigt und die demokratische Kultur verteidigt. Jede Stimme und jedes Engagement zählt.“

Mit dem Beschluss bekräftigt der Verband seine Position von 2020 gegen völkischen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und jede Form von Ideologie, die die Würde von Menschen in Frage stellt und sie in der Ausübung ihrer Grundrechte einschränkt. Die jüngsten Wahlergebnisse bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit massivem Zuspruch zur AfD unterstreichen aus Sicht des KDFB die Notwendigkeit einer klaren demokratischen Haltung.

Der Verband warnt insbesondere davor, dass rechtspopulistische Akteure wie die AfD gezielt Frauen ansprechen und Themen wie Familie, Sicherheit, Heimat und Kultur besetzen. Besonders in ländlichen Räumen, wo gesellschaftliches Leben stark durch Ehrenamt, Vereine, Kirche und Tradition geprägt ist und Beteiligungsmöglichkeiten teilweise schwinden, versuchen rechtsextreme Gruppen Einfluss zu gewinnen. Der KDFB betont, dass es hier besonderer Wachsamkeit bedarf.

Der Beschluss unterstreicht zentrale Handlungsfelder des KDFB: die klare Abgrenzung gegenüber rechtsextremen und rechtspopulistischen Positionen, die Stärkung demokratischer Teilhabe, den Einsatz für Grundrechte und Gleichstellung, das Engagement in der Zivilgesellschaft sowie die Förderung fairer Debatten.

Der Bundesausschuss beschloss zusätzlich das Projekt „Frieden bewahren – feministische Perspektiven auf eine geänderte Sicherheitslage“, das einen verbandlichen Meinungsbildungsprozess zu aktuellen Fragen der Friedens- und Sicherheitspolitik anstößt. Angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa und internationaler Krisen beschäftigt sich das Projekt damit, wie Verantwortung für Frieden, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zukunft gestaltet werden kann. Dabei werden die geschlechtsspezifischen Auswirkungen von Konflikten und Militarisierung auf Frauen betrachtet. Zudem wird die Debatte zur Wehrpflicht aus einer Gleichstellungsperspektive aufgegriffen. Ziel ist eine wertorientierte, differenzierte Position des KDFB, die als Grundlage für die weitere politische Interessenvertretung dient.

Hannah Ratermann, Pressereferentin

 

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Der 1909 gegründete Katholische Deutsche Frauenbund Diözesanverband Berlin e.V. (KDFB Berlin) ist ein unabhängiger Frauenverband. Seine Mitglieder gestalten Politik, Gesellschaft und Kirche mit. Sie setzen sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, geschlechtergerechte Bezahlung, die Förderung von Frauen in Führungspositionen und das Diakonat der Frau ein. Vorsitzende ist die Politikerin und langjährige erste Ausländerbeauftragte Berlins Prof. Barbara John.
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