Weiblich führt: Tag der Diakonin 2026
Am Gedenktag der heiligen Katharina von Siena feierten kfd, KDFB und der Diözesanrat Berlin gemeinsam den Tag der Diakonin. Rund 60 Gäste kamen dazu im Haus Helene Weber zusammen. Zwei Frauen in Führungspositionen gaben Einblicke in ihren persönlichen Werdegang. Karlies Abmeier, Vorsitzende des Diözesanrats, begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung weiblicher Vorbilder: Mädchen und junge Frauen müssten erleben, dass sie ihren Fähigkeiten vertrauen und sich Führungsaufgaben zutrauen können.
In einem von Marcel Hoyer, Geschäftsführer des Diözesanrats, moderierten Gespräch berichteten zwei Frauen von ihrem Weg in Führungsverantwortung. Prof. Dr. Gabriele Kuhn-Zuber, Präsidentin der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, schilderte, dass sie vor ihrer Kandidatur für die Hochschulleitung ein Zusatzstudium, einen Managementkurs und ein Coaching absolviert habe: „Ich glaube, meine Kollegen hätten dies für sich nicht als nötig erachtet. Noch immer müssen Frauen oft mehr leisten, um an dieselbe Stelle wie Männer zu kommen“, so Kuhn-Zuber. Zugleich gebe es inzwischen zahlreiche Frauen in Hochschulleitungen. „Die Treffen am Rande der Hochschulrektorenkonferenz sind dabei immer ein starkes Frauen-Empowerment.“
Veronika Wand-Danielsson, seit 2023 schwedische Botschafterin in Deutschland, berichtete von einem Frauennetzwerk, das sie unter Diplomatinnen initiiert hat: „Im Netzwerk lerne ich die Perspektiven meiner Kolleginnen besser zu verstehen – zwischen Töchtern, Schwestern und Müttern ist das anders möglich.“ Mit Blick auf den Tag der Diakonin verwies sie auf die Prinzipien der katholischen Soziallehre, die eine wichtige Richtschnur für politisches Handeln seien. „Mein Glaube hat mir geholfen, eine gute Diplomatin zu werden“, so ihr Fazit.
„Wer gut führen will, muss Menschen mögen“, beschrieb Präsidentin Kuhn-Zuber ihre Grundüberzeugung. Botschafterin Wand-Danielsson ergänzte: „Es braucht den Mut, ehrlich zu sein, die eigene Komfortzone zu verlassen und nach Fehlern wieder aufzustehen – ein bisschen wie Pippi Langstrumpf.“
Im Anschluss an das Gespräch folgten viele Gäste der Einladung von Christiane Krost, Vorsitzende des KDFB Berlin, zum Empfang. In offener Atmosphäre wurden Gedanken geteilt, Kontakte geknüpft und weiterführende Diskussionen angestoßen.
– geschrieben von Lukas , Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin
