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Neujahrsempfang 2026: „Jede*r für Gleichberechtigung“

Lisi Maier und Christiane Krost

04.02.2026

Über 60 Mitglieder und Unterstützer*innen des KDFB Berlin folgten der Einladung zum Neujahrsempfang des Verbands am 29. Januar 2026 im Haus Helene Weber. Sie erlebten einen inspirierenden Abend voller Reden, anregender Gespräche und solidarischer Vernetzung. Im Zentrum stand das Motto „Jede*r für Gleichberechtigung“ – ein klarer Aufruf, sich aktiv für Gerechtigkeit, Teilhabe und die Rechte von Frauen einzusetzen.

Christiane Krost, Vorsitzende des KDFB Berlin, eröffnete den Empfang und betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung von Gemeinschaft und Haltung: „Auch wenn die Gleichstellung der Frau in der Gesellschaft – und besonders in unserer Kirche – immer noch der Stachel im Fleisch ist, der Weg dahin weit bleibt, braucht unser Engagement Ausdauer. Gleichzeitig lebt es von Gemeinschaft und Zuversicht.“ Und dafür, unterstrich sie, „trägt jede*r von uns Verantwortung, sich einzusetzen für gleichberechtigte Teilhabe, Gerechtigkeit und Würde.“

Festvortrag von Lisi Maier: Erfolge und Herausforderungen der Gleichstellung

Im Anschluss begeisterte Lisi Maier, Direktorin der Bundesstiftung Gleichstellung, mit einem Festvortrag, der das Publikum gleichermaßen informierte wie motivierte. Sie zeigte sowohl Erfolge als auch Herausforderungen auf: von den steigenden Frauenanteilen in Führungspositionen bis hin zu den immer größer werdenden Rückschritten bei Frauenrechten weltweit: „Wenn es in diesem Tempo weitergeht oder sich die Entwicklung zurückdreht, wird die globale Gleichstellung frühestens im Jahr 2158 erreicht sein. Also in 134 Jahren!“

Sie verdeutlichte anhand eindrücklicher historischer und aktueller Beispiele aus Gesellschaft und Politik, wie entscheidend beharrliches Engagement und solidarisches Handeln sind, um die bisher erreichten Fortschritte zu sichern und auszubauen. Denn „Gleichstellung ist kein Nice-to-Have und kein Luxusproblem. Gleichstellung stärkt unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unseren Staat. Und noch wichtiger: Gleichstellung gehört zum Fundament unserer Demokratie.“

Zuversicht und Solidarität zum Abschluss

Lisi Maier ermutigte die Zuhörenden mit den Worten „Wir dürfen uns von Gegenreaktionen nicht entmutigen lassen. Jede emanzipatorische Bewegung stößt auf Widerstand, weil sie bestehende Machtstrukturen herausfordert!“ und rief zu aktivem Engagement und Zusammenhalt aller auf: „Was wir brauchen, ist Zuversicht mit Haltung, Mut zur Veränderung und Vertrauen in unsere gemeinsame Gestaltung. Gleichstellung gelingt nur gemeinsam – über Ländergrenzen hinweg, generationenübergreifend und über politische und gesellschaftliche Strukturen hinweg.“

Der Abend bot anschließend Raum für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Ermutigung. Gespräche bei einem Glas Wein rundeten die Veranstaltung in einer Atmosphäre von Zuversicht, Solidarität und Verbundenheit ab. Der Abend hat gezeigt: Gleichstellung ist ein kollektives Ziel, das nur gemeinsam erreicht werden kann.

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Der 1909 gegründete Katholische Deutsche Frauenbund Diözesanverband Berlin e.V. (KDFB Berlin) ist ein unabhängiger Frauenverband. Seine Mitglieder gestalten Politik, Gesellschaft und Kirche mit. Sie setzen sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, geschlechtergerechte Bezahlung, die Förderung von Frauen in Führungspositionen und das Diakonat der Frau ein. Vorsitzende ist die Politikerin und langjährige erste Ausländerbeauftragte Berlins Prof. Barbara John.
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