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Staatsministerin Grütters tritt bei „bewegen!“-Start in Berlin für Frauenweihe ein

Prof. Monika Grütters (3.v.r.) mit dem Vorstand des KDFB Berlin: Maren Gienapp, Sandra Courant, Prof. Barbara John, Dr. Ursula Hübenthal-Mathe und Dr. Hannah Schepers (v.l.n.r.). © Adréana Hess für KDFB Berlin

Eine bewegte Frau spricht Klartext – zum Start der Imagekampagne „bewegen!“ in Berlin forderte Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, die Zulassung von Frauen als Priesterinnen und trat für Frauensolidarität und starke Verbandsarbeit ein.  

Klare Worte fand Grütters vor rund 80 Frauen bei der Berliner Auftaktveranstaltung der „bewegen!“-Kampagne Anfang Juli auf dem Bundesfest: „Mit mehr Frauen in dieser männerdominierten Kirche wären so viele Missbrauchsfälle wohl nicht möglich gewesen.“ Denn es handele sich eben nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem. Zu der notwendigen Erneuerung der Grundfesten der katholischen Kirche gehöre deshalb nicht nur der gleichberechtigte Zugang von Frauen zu Weiheämtern, sondern auch, dass der Zölibat nicht mehr Pflicht sei.  Dass der KDFB sich „im Zusammenhang mit den unzähligen, beschämenden Fällen sexuellen Missbrauchs (…) gegenüber den Bischöfen vehement für eine konsequente Aufklärung und für die Ahndung von Straftaten einsetzt“, fände sie besonders gut und wichtig.

Solidarität und starke Verbandsarbeit

Den gleichstellungspolitischen Weg beschrieb Grütters als steinig und steil, doch habe das gesellschaftliche und politische Engagement von Frauen wie Helene Weber gerade in der katholischen Verbandsarbeit bereits viel vorangebracht. Neben der Frauenweihe hob Grütters entsprechend einen weiteren Meilenstein der „bewegen!“ Kampagne hervor: „Ich bin überzeugt, dass Solidarität unter Frauen und eine starke Frauenverbandsarbeit, wie der KDFB sie leistet, auch heute unverzichtbar sind für gleichstellungspolitische Fortschritte.“ Bei der marginalisierten Rolle von Frauen zog Grütters Parallelen zwischen der Kirche und der Kulturbranche: Auch hier mangele es an Frauen in Führungspositionen und auch hier sei eine Parität auf Führungsebene die beste Prävention gegen Machtmissbrauch.

Über weitere Ideen für gesellschaftspolitische Veranstaltungen rund um frauenbewegte Themen, zusätzliche Möglichkeiten, sich als Mitglied einzubringen und über Ansätze, Mitglieder zu werben, tauschten sich die Gäste im Nachgang aus. Der KDFB Berlin bedankt sich herzlich bei allen Mitgliedern, Interessierten und Mitstreiterinnen für den spannenden Abend!